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Anonym im Internet - Teil 1: Die Suchmaschine
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Wer sich dieser Tage im Internet bewegt, hinterlässt eine Spur so breit wie eine Autobahn. Die meisten Leute haben sich damit abgefunden, resigniert oder es ist ihnen egal. Anders sind die Nutzerzahlen von zum Beispiel Google Mail nicht zu erklären. Und wer sich trotz Berichten zum Thema Spy-Phone für ein mobiles Endgerät aus dem Hause Apple entscheidet, dem ist schon gleich gar nicht zu helfen.

Dass die Internetgiganten alles versuchen, Orwells 1984 alt aussehen zu lassen, heißt nicht, dass wir den Datenkraken hilflos ausgeliefert sind. Es gibt Mittel und Wege, sich zumindest halbwegs zu schützen. Es geht ja nicht nur um Suchmaschinen. Wann immer wir eine Seite aufrufen, gibt es am anderen Ende jemanden, wer wir sind.

In den meisten Fällen ist das egal (ich zum Beispiel interessiere mich für Besucher aus rein statistischem Interesse, versuche natürlich aber nicht nach, die Daten zu analysieren, weil juckt mich nicht), das gilt durchaus aber nicht immer. Als Webmaster ist man auch im Zwiespalt. Google AdSense ist praktisch die einzige Möglichkeit für Leute wie mich, Webseiten zu finanzieren. Auf der anderen Seite weiß ich natürlich aber, dass Google Besucher trackt, weil so funktioniert AdSense. Je mehr Google über Inhalt der Webseite und den Besucher weiß, desto genauer sind die "Vorschläge"

Und macht euch nichts vor; Webserver protokollieren jeden Besuch und Provider sind mittlerweile vom Gesetzgeber gezwungen, Daten nicht zu protokollieren sondern auch zu speichern. Gegend den Staat ist selbst Google noch harmlos. Dabei hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Staatsdiener so derartig naiv in Sachen Internet sind, dass es weh tut, und dass Beamte dazu tendieren, mit höchst vertraulichen Daten hochgradig schlampig umzugehen.



Problem Suchmaschine

Die Zeiten, wo wir Google geglaubt haben, dass sie nichts Böses im Sinn haben, sind wohl endgültig vorbei. Google versucht gerade, auch die letzte Hürde zum gläsernen Nutzer einzureißen: Die exakte Lokalisierung des Nutzers. Und die Rede ist nicht von Geolocation anhand der IP. Da kommen bei mir dann aber doch Big Brother Fatnasien hoch.

Wozu die das wissen wollen, ist dagegen klar? Es geht um nicht weniger als die Zukunft. Wenn der Trend anhält, suchen die meisten Menschen schon bald per Mobilfunkgerät. Dort gehen sie nicht unbedingt auf die reguläre Google Webseite, um zu suchen. Sie können also auch nicht beworben werden. Bei mobilen Webseiten sieht es ähnlich aus. Für freundliche Angebote von Werbepartnern ist da kein Platz. Damit ist Googles Kerngeschäft in Gefahr. Man sucht also nach Alternativen.

Eine exakte Lokalisierung würde es zum Beispiel ermöglichen, kooperierende (zahlende) Geschäfte und Restaurants in der unmittelbaren Nähe anzuzeigen oder gleich in die Google Navi Software zu puschen. Das ist - zumindest potenziell - ein Bombengeschäft.

Wir brauchen aber gar so weit nicht abschweifen. Jede Suche, jede Nutzeraktivität im Netz wird sorgfältig protokolliert und gespeichert. Die Daten werden angeblich zwar anonymisiert, aber darauf würde ich persönlich mich nicht verlassen. Das ist ein Dilemma, da an Google in so mancher Hinsicht kein Weg vorbei führt. Es gibt tatsächlich aber eine einfach Alternative. Sie heißt Scroogle und der Name kommt nicht von ungefähr.

Die Schönheit von Scroogle ist, dass man nicht auf Google verzichten muss. Ganz im Gegenteil. Scroogle nutzt Googles Suchmaschine, schaltet sich aber als eine Art Proxy zwischen Nutzer und Datenkrake. Google kann das Suchverhalten, Cookies und IP Adresse des Nutzers nicht länger loggen. Zudem werden Werbeanzeigen auf den Suchseiten ausgeblendet. Man sieht also nur noch die eigentlichen Suchergebnisse.


Scroogel funktioniert mit so ziemlich jedem Browser und ist in Sekundenschnelle aktiviert. Für Firefox gibt es lokalisierte Plugins und sogar eine SSL Version. http://mycroft.mozdev.org/search-engines.html?name=scroogle


Bei Opera, meinem ganz persönlichen Lieblingsbrowser, geht man zu:
Tools > Preferences > Search > Add.

Dort fügt man einfach eine neue Suchmaschine hinzu. Die Adresse ist: http://www.scroogle.org/cgi-bin/nbbw.cgi?Gw=%s, als keyword kann man zum Beispiel "x" verwenden. Abschließend legt man Scroogle als Standardsuchmaschine fest. Wenn man jetzt einen neuen Tab öffnet, ist Scroogle die Standard Suchmaschine.


Beim von den meisten Webmastern sehr ungeliebten Chrome - den ihr hoffentlich nicht verwendet, sondern wenn überhaupt in der Version SR Iron (http://www.srware.net/en/software_srware_iron.php) – geht ihr auf den Schraubenschlüssel > Options > Default search Manage > Add. Dort tragt ihr entweder die URL oben ein oder noch besser: https://ssl.scroogle.org/cgi-bin/nbbwssl.cgi?Gw=%s
Abschließend klickt auf "Make Default", damit ist Scroogel die Standardsuchmaschine.

Chrome Einstellungen für Scroogle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu funktionieren scheint das zunächst einmal nur, wenn ihr den Begriff in die Adresszeile eingebt. Danach springt auch das Suchfeld um.


Bei Internet Explorer ist das Ganze entweder komplizierter oder ich stelle mich blöd an.  Direkt hinzufügen ging bei mir nicht, man kann aber über diese Seite gehen:
http://www.microsoft.com/windows/ie/searchguide/de-de/default.mspx?dcsref=http://runonce.msn.com/runonce2.aspx,  um eine zusätzliche Suchmaschine hinzuzufügen.


Internet Explorer - Standardsuchmaschine ändernIm gelben Kasten gibt man als URL " http://www.scroogle.org/cgi-bin/nbbw.cgi?Gw=TEST" an, irgendeinen Namen wie zum Beispiel Scroogle und abschließend klickt man auf "Installieren".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im folgenden Popup die Tickbox "Make this my default search provider" ticken und "Add Provider" klicken.

 

Internet Explorer - Standardsuchmaschine ändern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Die Suchmaschinenresultate sind identisch, mal abgesehen von der fehlenden Werbung. Es spricht also wirklich überhaupt gar nichts dagegen, mit Scroogle zu suchen.

Vergleich Suchergebnis Google - Scroogle




Vergleich Suchergebnis Google - Scroogle

 

 

Einfach geht’s nimmer oder?



Teil 2: Plätzchen, neugierige Webseiten und der rechte Ort

 

 

 

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By PLAVEB