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Ein berühmtes Zitat sagt: "Präsident des Internets ist, wer als Topresultat bei Google auftaucht, wenn man die Suchanfrage "Präsident des Internets" eingibt." Klingt logisch oder? Das Ganze ist eine der zahlreichen, sogenannten Google Bombs.
Was ist eine Google Bombe?
Nun ja im Prinzip ist es ganz einfach. Eine Google Bombe ist, wenn eine Gruppe von Leuten sich zusammentut und die Suchergebnisse bei Google manipuliert. Man versucht einen bestimmten Begriff mit einer bestimmten Seite zu assoziieren, um entweder sich einen Scherz zu erlauben, gelegentlich werden aber auch politische Ziele verfolgt.
So bekam als Topresultat für den Suchbegriff "Völlige Inkompetenz" man lange Zeit die Homepage des österreichischen Finanzministers Karl Heinz Grasser angezeigt. In der Schweiz wurde man bei der Suche nach "jämmerlicher Waschlappen" auf die Seite des populistischen Politikers Christoph Blocher verwiesen.
Die berühmteste Google Bombe aller Zeiten war aber sicher "Miserable Failure" mit einem Link auf die George W. Bush Biographie auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses. Leider hat Google sie mittlerweile entschärft.

Eher lustig war die Kampagne "French Military Victories". Das Topresultat für diese Suche ist die Seite http://www.albinoblacksheep.com/text/victories.html. Was daran lustig ist? Nun ja, schaut auf den Screenshot:

Bemerkenswerterweise hat Google diese Bombe nicht entschärft. Dabei behauptet der Suchmaschinenbetreiber, lediglich seinen Algorithmus modifiziert zu haben und Bomben nicht manuell zu löschen. Wie die Franzosen das wohl sehen?
Recht ähnlich funktionierte die Google Bombe "Weapons of Mass Destruction". Als Top Resultat bekam man eine Seite mit dem Hinweis, dass keine Massenvernichtungswaffen angezeigt werden könnten habe. Das Ganze war natürlich eine Reaktion auf den Einmarsch in den Irak und die idiotischen Ausreden, die als Begründung herhalten mussten. Auch diese Bombe wurde entschärft, einen Eindruck kann man sich aber immer noch hier verschaffen: http://www.hangoverguide.com/magazine/wmd.html
Wer also ist Präsident des Internets? Im Moment anscheinend niemand. Das Topresultat ist ein Artikel aus dem Handelsblatt. Das sollte doch eigentlich machbar sein.
Wählt mich zum Präsidenten! Linkt einfach tüchtig auf diese Seite. Als ersten Akt werde ich Netzsperren per Gesetz aufheben, danach werden Interdummies wie Zensursula mit einem kompletten Internetverbot belegt und als dritten Gesetzakt könnte ich Google verpflichten, bei der Suche nach "Vollidiot" auf einen deutschen Politiker eurer Wahl zu verweisen. Wie steht’s?
Wählt mich zum Präsident des Internet!
PS. Es ist vollbracht. Auf Google.de bin ich das Topresultat. Damit erkläre ich ich mir hiermit auch ganz offiziell zum Präsidenten des Internets. Ich verfüge als erste Amtshandlung, dass im Netz Gleichheit herrschen soll. Damit meine ich, dass kein Anbieter bevorzugt werden darf oder sich Priorität erkaufen kann. Eine Priorisierung, wie sie jetz schon betrieben wird (Skype wichtiger als Torrentdownload) darf weiterhin bestehen.
Und hier der Beweis:

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Im feinsten Denglisch: Kristian for Präsident