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Getestet: Windows 8 auf einem Sony Vaio VGN-P21z
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In Anbetracht des momentan gültigen Einführungspreises von 29,90 € für ein Windows 8 Pro bin ich schwach geworden und habe mein kleines Sony Vaio auf das neue Windows 8 ausgerüstet. Angeblich sollte es ja kleiner und leichter sein als Windows 7. In Anbetracht der alles in allem kläglichen Rechenleistung des Hosentaschen Vaio kam mir das gerade recht. Hier ein erster Erfahrungsbericht.

 

Punkt 1: Installation

Ich hatte zuvor ein Windows 7 auf dem Vaio. Die Installation verlief problemlos. Die Installationsroutine prüft zunächst den Rechner und leitet einen erst dann zum Checkout, was ich zwar überraschend aber sehr anständig fand.

Am Vaio VGN-P21z hatte Windows 8 nicht viel auszusetzen. Einige kleinere Tools wurden als inkompatibel erkannt (Daemon Tools zum Beispiel) und es wurde empfohlen, sie vorab zu deinstallieren. Ab da ging alles automatisch. Sämtliche Hardware wurde erkannt und korrekt installiert, dass der gesamte Prozess sich über Stunden hinzog, war zwar nervig aber im Prinzip war meine Gegenwart überflüssig.
Alles in allem klappt das Update vorbildlich. Ein klares Plus

Punkt 2: Speed

Ich habe mich jetzt zwar nicht mit der Stoppuhr daneben gesetzt, gefühlt startet das System schneller und läuft auch etwas flotter. Auf einem lahmen kleinen Subnotebook wie dem Vaio VGN-P21z macht das viel aus. Bei einem normalen Rechner wird man den Unterschied wohl kaum merken.


Punkt 3: Windows 8 - Was taugt es?

Kommen wir zum zentralen Thema: Was taugt das neue Windows? Was schon im Vorfeld kritisiert wurde, ist das Thema Kacheln. Wie viel Sinn machen die, wenn man kein Touch Screen verwendet? Viele sagen: Keinen. Dem würde ich widersprechen wollen.

Ganz ehrlich, mir gefällt die neue Oberfläche. Die Metro Apps machen zumindest in der Theorie Sinn. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie gut das Ganze auf dem Telefon funktioniert. Auf dem Laptop hält sich meine Begeisterung noch in Grenzen. Das liegt in der Hauptsache allerdings an der mangelhaften Umsetzung bei den Apps.

Grundsätzlich finde ich die Idee, Kacheln auf dem Desktop zu haben, die sich im Hintergrund aktualisieren und Updates liefern gut. Leider funktioniert das nur bei den Microsoft Apps. E-Mail und Kontakte funktionieren genauso, wie ich es erwartet hatte. Die einzig bittere Pille ist, dass man ein Hotmail Konto eröffnen muss. Ohne das geht bei Windows 8 allerdings gar nichts.

Andere Apps nutzen dieses Killer Feature momentan eher nicht. Mein RSS Feeder zum Beispiel ist statisch, die Wetter App zeigt zwar aktualisierte Infos an, ist allerdings grottenhässlich. Das funktioniert auf dem Handy schöner. Der App Bereich hat also noch Verbesserungspotential.

Ältere Software läuft problemlos weiter. Man kann sich die alten Start Icons auf den neuen Desk legen, öffnet man sie, springt Windows auf den klassischen Desktop. Der sieht aus immer. Der einzig bemerkenswerte Unterschied ist, dass der Windows Button verschwunden ist. Bewegt man die Maus links unten in die Ecke, poppt dort ein keines Vorschaufenster auf, wo man zur Windows 8 Oberfläche zurückspringt.

Ungewohnt ist, dass alle Apps (Programme) offen bleiben. Das Schließen von Anwendungen ist etwas umständlich. Man geht mit der Maus an den linken Bildschirmrand. Dort tauchen dann kleine Preview Fenster auf, die man per Rechtsklick schließen kann. Das killt dann auch die App. Ein kleines x an der App selber, hätte ich logischer gefunden.

Ungewohnt ist auch, dass – ganz Handy mäßig – alle Apps im Fullscreen laufen. Das nervt bei zum Beispiel  Internet Explorer gewaltig. IE 10 ist an sich gut gelungen. Er ist zwar genauso hässlich wie immer, aber ziemlich flott unterwegs. Dass man Fenster nicht verkleinern kann, wenn man in der Metro App Ansicht unterwegs ist, finde ich … sagen wir mal nicht idiotisch sondern unvorteilhaft. Da ist bei den Entwicklern wieder der Handygedanke durchgegangen.


Mir fehlen beim Browser zum Beispiel die Tabs. Die gibt es im Prinzip zwar, aber man kommt nur über kryptische Umwege dahin. Gefühlt sind die Metro Apps auch ziemlich lahm. Im Resultat wechselt man relativ schnell auf die Desktop Ansicht. Da gib es noch Nachbesserungsbedarf. Eventuell klappt das Ganze mit den Fingern besser, Maus Nutzer sind hier auf jeden Fall nicht wirklich abgeholt worden.

Ein wichtiger Kritikpunkt war im Vorfeld, die Appifizierung von Windows. So wie es momentan geregelt ist, dürfen in den Windows App Store nur jugendfreie Inhalte. Apple lässt grüßen. Sollte Microsoft planen, den Desktop mittelfristig abzuschaffen, droht ihnen ein Desaster. Da würden sie die freie Entwicklerbasis verlieren. Genau diese ist aber der Hauptgrund, Windows zu nutzen. Seien wir ehrlich, für Internet Explorer und Office würde ich Windows nicht nutzen. Der Kracher und kaufentscheidend ist das Angebot von Spielen und vielleicht noch so kleine nützliche Sachen wie Notepad++.



Lohnt sich der Umstieg?

Wer im Moment einen PC mit Windows 7 hat, kann sich das Update sparen. Wer demnächst ohnehin ein neues Gerät anschaffen will, sollte jetzt zuschlagen. Für den Preis kann man es mitnehmen. Es ist besser als Windows 7. Wie sich das Ganze auf einem Tablet anfühlt, weiß ich natürlich nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass es sich besser arbeitet als mit den kleinen Icons wie bei Mac und Android. Ich denke, dass Kacheln die Zukunft sind auf mobilen Geräten. Wie gut das Prinzip funktioniert, kann sich jeder Apple/Android Nutzer in Form der Wetter App auf seinem Startbildschirm ansehen. Es macht Sinn! In der Beziehung ist Microsoft ein guter Wurf gelungen.

Ob sich die Metro Apps durchsetzen werden, wird wohl davon abhängen, ob es demnächst mal welche gibt, die so funktionieren, wie man es erwarten würde. Außerdem hätte ich gern Browsertabs und eine „nicht Fullscreen“ Ansicht für Mausnutzer. Mal schauen, ob Microsoft zuhört und diese - zugegeben kleineren - Defizite adressiert.

Comments

avatar Kristian
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MIttllerweile habe ich auch herausbekommen, wie man Programme schließt. Man packt sie mit der Maus am oberen rand und reißt sie nach unten. Ist am anfang etwas komisch, aber man gewöhnt sich daran
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