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Linux für Doofe
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Linux für Doofe
PCLinuxOS - Wie wird es gemacht?
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Ich bin selbst seit MS-DOS 5.0 (meinem ersten Computer) fast sklavisch den Microsoft Produkt Updates gefolgt (bis hin zu Windows XP). Das hatte weniger mit Markentreue zu tun, als dem Mangel an Alternativen. Spätestens bei XP fand ich aber auch, dass Microsoft ein recht gutes Produkt auf dem Markt hatten. Es kombinierte die Stabilität der NT Systeme mit der Spielwiese Windows98.

Dann kam Windows Vista und da habe ich das erste Mal die Nerven verloren. Der Nachfolger war zwar besser, aber auch mit Windows 7 bin ich nie so richtig warm geworden. Windows XP tut seinen Dienst aber klaglos und so habe ich, wenn ich ganz ehrlich sein soll, die letzten 20 Jahre halbwegs zufrieden an Windows Rechnern verbracht. Eigentlich laufen die super, außerdem gibt es so tolle Software dafür. Und alles Wichtige habe ich halt mittlerweile.

Ausreden, bei Windows zu bleiben, gab es also genug. Wenn da nicht die regelmäßigen Windowsupdates wären, die nach zwei bis drei Jahren fast zwangsläufig zu einem Rechnerupdate führen, wäre ich eigentlich auch ein zufriedener Nutzer. So langsam ging mir der regelmäßige Neuerwerb von Hardware allerdings auf den Senkel, zumal ich auch einen kleinen Reiselaptop habe, den man nicht so einfach ersetzen kann.

Nachdem mein aktueller PC sein viertes Lebensjahr erreichte, war es scheinbar wieder so weit. Er war fast unbenutzbar geworden. Ich bin kein geduldiger Mensch, wenn es um Computer geht. Ich war sogar schon im Stadium der Netzrecherche, als ich über etwas gestolpert bin, was mein Leben als PC Nutzer völlig verändert hat. Und das ist auch der Grund dieses Artikels.


Zum Hintergrund: Ich bin experimentierfreudig und nicht völlig unbegabt, was Computer angeht. Meine Linux Experimente hatte ich trotzdem und meist recht schnell wieder aufgegeben. SuSe war nicht schlecht, aber kein wirklicher Ersatz für Windows. Bei Ubuntu sehe ich einfach keinerlei Sinn in einem Wechsel. Es sieht schick aus – das unterschreibe ich – dass es schneller ist, halte ich allerdings für ein Gerücht. Meine eigenen Experimente deuten sogar auf das Gegenteil hin. Der WLAN Support mit älteren Karten treibt einem die Tränen in die Augen, das es stabiler ist es, kann ich auch nicht bestätigen. Ein Linux DAU kriegt ein Linux genauso einfach zerschossen, wie ein Windows DAU sein XP. Meine Windows System liefen in der Regel jahrelang und ohne jedwede Abstürze. Wozu sollte ich also wechseln?

Ohne einen echten Bonus tue ich mir das nicht an. Und wie gesagt, Windows Software hat sich über die Jahre für alle Lebenslagen angesammelt. Auf dem Gebiet kann Linux bei mir nicht punkten. Viren … na ja, so akut ist das Problem nicht, dass ich Handlungsbedarf sehe.

Dann aber drückte mir jemand ein PCLinuxOS in die Hand und sagte: Probier das mal! Wie gesagt, ich war drauf und dran, meinen Rechner in den Ruhestand zu schicken und durch einen Neuen zu ersetzen.

Was soll ich sagen? PCLinuxOS hat mich bekehrt. Es lief auf Anhieb, sah richtig gut aus, ließ sich selbst durch einen Linux DAU wie mich konfigurieren und ist einfach nur angenehm im täglichen Gebrauch. Es ist ein echter Windows Ersatz UND mein unter Windows so betagt wirkender Rechner ist plötzlich wieder das, was er in meiner Erinnerung immer war: Richtig flott. Die Neuanschaffung hatte sich erledigt.

Was mich richtig begeisterte war allerdings, dass PCLinuxOS nicht nur geradezu winzig ist – XP begnügte sich am Ende nicht einmal mehr mit einer 20 Gig Partition – sondern sogar meine etwas exotische WLAN Karte erkannt hat. Dass schafft noch nicht einmal Windows XP! Und der Linux Treiber für die Karte funktioniert auch noch besser als der Original Treiber vom Hersteller. Das muss man erst einmal schaffen.

PCLinuxOS kommt mit einem umfänglichen Software Paket, welches eigentlich alles Wichtige abdeckt. Was mir noch etwas abgeht ist ein vernünftiger HTML Editor im Stile Dreamweavers und natürlich ein gleichwertiger Photoshop Ersatz (Gimp ist es nicht). Ansonsten bleiben kaum Wünsche offen.

Für Windows gab es so tolle, kleine Programme wie Notepad++, Paint.NET, Page4 und AtoZ Notebook. Die gibt es für Linux leider nicht, was ich höchst bedauerlich finde, für ganz harte Fälle kann man natürlich aber umbooten. Dafür kann ich jetzt hemmungslos auf Links klicken (Angst vor Viren brauche ich schließlich nicht mehr zu haben) und arbeite an einem voll konfiguriertem, richtig schick aussehendem System, dass trotz installierter Updates und riesigem Softwarepaket schneller ist, als ein jungfräuliches Windows XP (also vor der Installation der Trillionen Security Patches). Alles in allem kann ich die Umstellung jetzt auch einem Computer Novizen empfehlen.

 



 

By PLAVEB