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Antigua
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Antigua ist die alte koloniale Hauptstadt der Neuen Welt. Sie wurde im 18. Jahrhundert bei einem schweren Erdbeben verwüstet und daraufhin - zumindest vorübergehend - aufgegeben. Wer gründet auch eine Stadt im Schatten eines aktiven Vulkans?

Antigua - die alte Kolonialhauptstadt

Die Stadt wurde später in späteren Jahrhunderten wieder besiedelt allerdings auch immer wieder durch Erdbeben zerstört. Trotzdem gilt sie als eine der Perlen in Mittelamerika. Der letzte große Knall liegt gerade einmal 30 Jahre zurück.


Die Lage ist spektakulär und Dank der traditionellen Häuser im kolonialen Stil ist die Stadt in der Tat wunderschön. Die meisten der Häuser sind in warmen Erdtönen bemalt,  spektakulär sind die säulenbestandenen Innenhöfe. Dazu finden sich überall in der Stadt hübsche Kirchen und Klöster, die meisten von ihnen liegen allerdings in Trümmern. Die Ruinen runden das Bild eigentlich aber erst ab. Es ist schon ein besonderes Plätzchen. Aus genau diesem Grunde war es auch die erste Station meiner Reise durch Guatemala.



Die Fahrt im Chickenbus beängstigend zu nennen wäre eine schlichte Untertreibung. Ich weiß nicht genau, wonach die Fahrer bezahlt werden aber ich schätze entweder nach erreichter Durchschnittsgeschwindigkeit oder danach, wie viele Leute sich während der Fahrt in die Hosen scheißen. Immerhin, es ging schnell. Mein erster Eindruck von Antigua war allerdings eher gemischt.

Ich hatte so etwas im Kaliber San Cristobal in Mexiko erwartet und irgendwie war es auch ähnlich aber insgesamt halt eben doch nicht. Es ist schwer zu beschreiben.

Fangen wir mal so an; der Bus hielt auf einem staubigen kleinen Platz neben dem eigentlichen Stadtzentrum. In meinem Reiseführer hatte ich eine kleine Karte, aber Guatemala glänzt ganz im Allgemeinen nicht mit übermäßig vielen Straßenschildern. Ich wusste nicht so ganz genau, wo ich war und da hilft nur Einnorden. So tat ich und schon fühlten sich die ersten Marktschreier ermutigt, mir was andrehen zu wollen. Ist ja auch verständlich.

Da steht ne Langnase mit schwerem Rucksack und Tasche leicht hilflos in der Mittagshitze, da will er doch bestimmt erstmal einen garantiert überteuerten Poncho kaufen. Ich mag nicht sehr viel Spanisch können, aber um denen zu sagen wohin sie sich ihren Schrott stecken können, reicht es. Ich weiß, dass die nur ihren Job tun, trotzdem nervt es auf die Dauer.


Als nächstes fragte ich einen älteren Herren, ob es sich bei der Buckelpiste hier um die Hauptstraße so und so handeln würde. Statt einer Antwort fragte er mich, wohin ich denn wollte (glaube ich). Ich nannte den Namen meiner im Voraus und recht sporadisch ausgewählten Absteige.

Statt einer Antwort führte er mich hin. Der Laden war geschlossen. Anscheinend hatten die es nicht so mit Sonntagen, warum eine Herberge auch am Wochenende öffnen. Gleich nebenan war ein anderes Hotel, was a) offen hatte, b) halbwegs billig und c) ganz einfach da war. Wir einigten uns auf ein nettes kleines Zimmer mit Blick auf einen der Vulkane und einen Hof, der einem Dutzend Indios als Schlafplatz und Waschhaus diente. Ich packte aus und stürzte mich ins Gewimmel. Vorher musste ich allerdings noch einen kleinen Obolus entrichten an meinen "freundlichen Führer". Hätte ich mir auch denken können.

Antigua - die alte Kolonialhauptstadt

Die Stadt ist in der Tat schön, allerdings auch ziemlich voll. Der Typ in Guatemala City hatte mir erklärt, dass viele Einheimische am Sonntag hierher kommen, um sich einen schönen Sonntag zu machen. Das schien den Tatsachen zu entsprechen.

Ich wandelte etwas, schaute mir ein paar Kirchen an und ein paar Klosterruinen (die samt und sonders entweder gesperrt sind oder Eintritt kosten), alles in allem hielt die Stadt, was der Prospekt verspricht.

Bei der Gelegenheit stellte ich fest, dass meine niegelnagelneuen Sandalen eine Fehlinvestition waren. Sie scheuern und schon nach kürzester Zeit sahen meine Fersen auch so aus. Mit viel Mühe überzeugte ich eine Apotheke, mir Pflaster zu verkaufen. Ich habe halt keine Ahnung, was das in Spanisch heißt und mein kleines Wörterbuch lag in Dublin auf meinem Schreibtisch. Immerhin kann ich es da nicht verlieren.

Antigua - die alte Kolonialhauptstadt

Nach viel rumgerenne gab ich schließlich auf und mir selber gegenüber zu, dass ich Antigua nicht mochte. Es war zwar hübsch aber es wirkte so, als hätte es seine Seele dem Teufel verkauft. Besser kann ich es nicht erklären

Meine nächste Amtshandlung war der Besuch eins Reisebüros, wo ich ein Ticket nach Panajachel für den nächsten Tag erwarb. Das liegt am Atitlan und der See war der eigentliche Grund meiner Reise. Alles andere in Guatemala war fakultativ.

Immerhin verbrachte ich einen halbwegs angenehmen Abend mit Blick auf einen rauchenden Vulkan und in guter Gesellschaft. Ich schwätzte mit zwei Holländern, die mir bei der Gelegenheit gleich ihren Lieblingsplatz in Guatemala nannten. Ich schrieb es mir auf und setzte Semuc Champey auf die Liste. So macht man Pläne!

Viel mehr kann ich zu Antigua eigentlich nicht sagen. Es ist eine koloniale Hauptstadt mit allem drum und dran, inklusive der 2 Vulkane. Einer von denen dominiert das gesamte Stadtbild und das ist schon nicht schlecht. Alles in allem würde ich Antigua allerdings nur als Station auf der Durchreise empfehlen.

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By PLAVEB

Urlaubskasse


Damit ich weiter fein Berichte schreiben kann, muss ich natürlich erstmal verreisen.

Schick mir doch einfach einen "Tucan of your appreciation" wie wir englisch sprechenden Kalaueristen so sagen würden. Ist fast so gut, wie ApPINTment an der Bar zu haben.

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