Das Elend mit Politikern – Heute: Die Grünen

Von | 9. Januar 2026
Das Bild ist natürlich KI generiert!

Ich möchte einen kleinen Disclaimer voranstellen. Inhaltlich fühle ich mich den Grünen bzw. der ursprünglichen Idee verbunden. Woran es scheitert in unserer Beziehung, ist deren Personal oder vielleicht auch einfach ihre permanente Verweigerung, das Richtige zu tun und zur richtigen Zeit. Immer wenn sich ihnen eine Chance bietet, tun sie alles in ihrer Macht stehende, diese Chance zu versemmeln. Erinnert ihr euch, als sie den Veggi Day ausriefen, weil ihre Umfragewerte zu gut waren? Und das waren noch Kleinigkeiten.

Viel fahrlässiger fand ich da schon, dass sie 2021, als sie wirklich im Umfragehoch schwebten und alles Potenzial hatten, den nächsten Bundeskanzler zu stellen, nicht ihren einzig guten Kandidaten aufgestellt haben und stattdessen in grüner Tradition, die für eine breite Mehrheit unwählbare (und unqualifizierte) Annalena. Diese Hybris!

Nun ist das natürlich ihre Sache, wenn sie ganz unbedingt nicht ins Kanzleramt wollen, aber mit ihrer Entscheidung haben sie uns im Endeffekt die Ampel eingebrockt. Mit Robert an der Spitze hätte es die FDP mit einiger Sicherheit nicht gebraucht. (Nur mal so: Vor der Nominierung von Annalena Baerbock lagen die Grünen in vielen Umfragen etwa bei 20 %, bei der Bundestagswahl 2021 erhielten sie dann am Ende 14,7 % der Zweitstimmen. Eine YouGov-Sonntagsfrage Ende April 2021 (23.–26.04.) sah die Grünen sogar bei 25 %, und damit vor der CDU/CSU.)

Sei es drum. Was mich aber wirklich ärgert ist, dass sie immer noch saudämliche Forderungen vom Kaliber Veggi Day aus dem Off stellen und damit sicherstellen, dass sie auf keinen Fall neue Wählerkreise erschließen. Aktuelles Beispiel gefällig?

Die Bundestagsfraktion der Grünen – man bedenke dass sie bis vor einem Jahr noch in der Regierung saßen! – fordert eine Preisvergleichs‑App für Supermärkte (mit verpflichtender Teilnahme der großen Ketten). Da geht mir der Hut hoch.

Das mag jetzt gar nicht so dramatisch klingen, aber ich musste jahrelang zusehen wie um mich herum die Supermarkt Vielfalt verödete und einzelne Ketten jetzt ganze Regionen wie ein Monopol beherrschen. Der nächste Edeka ist über 10 Kilometer entfernt, in dem Umkreis habe ich 7 REWE!

Es kann ja sein, dass es in Berlin Mitte fußläufig zwei verschiedene Supermärkte gibt, aber die ist nicht repräsentativ. Statt Preisvergleichs‑App hättet ihr die Marktmacht der Ketten brechen sollen.

Die App würde auch nicht helfen, wenn es Alternative gäbe. Die Ketten beobachten sich gegenseitig sehr genau. Ein Warenkorb mit Eigenmarken kostet in REWE, Edeka, Lidl und Aldi dasselbe. Die wissen ganz genau, was sie aufrufen könnten.

Viel besser wäre es doch, einfach mal Preistransparenz einzufordern. Mich würde interessieren, welchen Anteil von einem Liter Milch der Bauer kriegt, wieviel die Molkerei und wieviel dann der Supermarkt. Warum geben so viele Bauern ihre Höfe auf?

Wir könnten das Ganze auch mal grün färben. Was kostet ein Kilo Schweinefleisch, wenn ich die Umweltschäden mit einrechne? Warum lohnt es sich, mit lebendem View durch Europa zu gurken, um es auswärts schlachten zu lassen? Da gibt es bestimmt viele tolle Ideen, Nur leider ist euch keine gekommen, als ihr noch in der Regierung gesessen habt.

Die Forderung nach einer Preisvergleichs‑App ist populistischer Schwachsinn. Ihr hattet die Chance was zu ändern, habt aber lieber feministische Außenpolitik gemacht. Und Robert Habeck nehme ich mal raus. Der hat es wenigstens versucht. Sieht man ja schon daran, dass seine besten Projekte jetzt unter anderem Namen von der neuen Regierung umgesetzt werden.

Kommt mal aus den Puschen! Uns gehen in Deutschland die wählbaren Parteien aus. Macht doch einfach mal ein paar gute, pragmatische Vorschläge, die uns Bürgern etwas bringen.